Aus abenteuerlichen Umständen entstanden
erschienen bei Lauterbach-Anzeiger am 01.08.2011
Deutsch-Deutscher Kammerchor entwickelte sich aus einem studentischen Projekt zwischen Ost- und Westdeutschland
(er) In der Reihe „Musik in der Stadtkirche“ trat am Freitagabend der Deutsch-Deutsche Kammerchor in der Lauterbacher Stadtkirche auf und wurde von den etwa 150 Zuhörern mit Begeisterung aufgenommen.
Unter der Leitung von Hannelotte Pardall, Professorin an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, brachte der Kammerchor, bestehend aus 16 Männern und 20 Frauen, Werke von Johann Sebastian Bach - „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“-, Wolfram Buchenberg - „Von Engeln behütet“ - und Weingartners Reisesegen für sechstimmigen Chor a capella in althochdeutscher Sprache. Weiter auf dem Programm standen Stücke des finnischen Komponisten Jaakko Mantyjärvi, „Die Stimme des Kindes“ nach Nikolaus Lenaus mit „Ein schlafend Kind, oh still“ und Frank Martins „Messe pour double choeur a capella“ mit Kyrie, Gloria, Credo, Sanktus und Angnus Dei.
Der Chor trat sehr diszipliniert und tonrein auf mit voluminösen Stimmen und folgte willig den Intentionen der Dirigentin. Nach dem Eingangslied begrüßte der erste Vorsitzende des Vereins Deutsch-Deutscher Kammerchor, Hinrich Schmidt-Henkel, die Zuhörer und stellte den Chor, der sich auf seiner jährlichen Konzertreise ......
weiterlesen bei Lauterbacher Anzeiger

Quelle (Text & Bild): Lauterbacher Anzeiger, "Aus abenteuerlichen Umständen.", Link zur Quelle, 01.08.2011 |
|
Abraham und Sara - versprochen ist versprochen
Premiere war ein voller Erfolg / jüngste Solisten überragend / Publikum begeistert
Die Parkplätze wurden knapp am Sonntagnachmittag in der Lauterbacher Innenstadt. Ca. 450 Gäste waren zur Premiere des Kindermusicals „Abraham und Sara“ gekommen, darunter viele Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde der Mitwirkenden. „Am Anfang der Geschichte mit Abraham und Sara steht Gottes Versprechen – am Ende steht sein Segen.“, so die einleitenden Worte von Pfarrerin Karin Klaffehn. Was dazwischen geschah, brachten 80 junge Darsteller vor großem Publikum auf die Bühne der Lauterbacher Stadtkirche.
Erzähler Christopher Marth nahm das Publikum mit hinein in eine Zeit, in der sich die Menschen noch mit einer Kamelstärke fortbewegten, in Zelten wohnten und Reichtum an der Anzahl der Viehherden gemessen wurde. „Ich hab wirklich alles, ich bin reich und angesehn. Wir haben es gut.“ singt Abraham im ersten Lied. Doch Gott schickt ihn und seine Frau Sara in ein fremdes Land, nach Kanaan. Er verspricht dem Rentnerpaar viele Nachkommen, obwohl sie bisher kein einziges Kind haben. Turbulent geht die Geschichte weiter – Umwege über Ägypten um einer Hungersnot zu entkommen, Gefährdung der Herden wegen des Wassermangels in der Wüste. „Gebt uns Wasser“, skandiert der Chor, „oder gebt uns Land!“ Die ausdrucksstarke Mimik und Gestik der Schauspieler kommt ohne lange Dialoge aus, denn der Erzähler führt durch die Handlung. Abraham und Sara sind nun in Hebron. Doch viele Jahre lässt der von Gott versprochene Nachwuchs auf sich warten. Die Magd Hagar wird zur Leihmutter und bringt einen Sohn zur Welt, Ismael. Die Kulisse wechselt zu Sodom: „Zehn fromme Menschen gibt es ganz bestimmt“ in Sodom, hofft der Chor vergeblich und die Tänzer im Mittelgang suchen nach rechtschaffenen Bewohnern - ohne Erfolg. Sodom und Gomorra werden zerstört und nur Lot, der Neffe Abrahams, und seine Töchter können gerettet werden. Leid und Zerstörung, Streit und Lüge säumen den Weg Abrahams und seiner Familie. „Meine Füße wollen nicht mehr gehen. Meine Augen wollen nicht mehr sehen. Doch du siehst mich, du siehst mich an.“, betet Abraham im hohen Alter zu Gott und schöpft wieder neuen Mut, dass er doch noch einen Sohn mit Sara bekommen wird. Als Isaak endlich geboren ist, singt sein Vater: „Auf diesem weiten Weg warst du mir immer nah. Und auch nach so langer Zeit machst du Versprechen wahr.“
In zahlreichen Szenenwechseln führte die vielschichtige Handlung von Haran über Ägypten, Hebron und Sodom bis nach Kanaan. „Die Zeit verging wie im Flug. Meine kleine Tochter hörte die ganze Zeit ehrfürchtig zu“, staunte eine Mutter aus dem Publikum und eine andere Zuhörerin fügt hinzu: „Auch die Kinder auf der Bühne waren bis zum Schluss hochkonzentriert. Sehr beeindruckend!“ Die gesangliche Qualität der Solisten wird an allen Ecken und Enden gelobt und mehreren Gästen fiel auf, dass besonders die jüngsten unter ihnen einen außergewöhnlich guten Auftritt hingelegt hatten und durch bemerkenswerte stimmliche Klarheit glänzten. Die Band mit Piano, Schlagzeug, Bass und Saxophon stützte nicht nur den Gesang von Chor und Solisten, sondern konnte auch durch originelle Soloeinlagen eigene Akzente setzen. Beschwingte Instrumentaleinlagen begleiteten etwa den blitzschnellen und reibungslosen Kulissenumbau, um den sich viele helfende Hände im Hintergrund kümmerten. Gelbe Rosen gab es am Schluss für die ehrenamtlichen Helfer der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit im Evangelischen Dekanat Vogelsberg, ohne deren Mitarbeit ein derart professionell wirkender Ablauf nicht möglich gewesen wäre. Mit standing ovations belohnte ein begeistertes Publikum die Darsteller und Sänger minutenlang und erklatschte sich eine Zugabe. „Es hätte ruhig noch eine Stunde weitergehen können“, bemerkt ein Vater beim Hinausgehen, „das war ein toller Auftakt. Hoffentlich gibt es so etwas nächstes Jahr wieder.“
Quelle: Pressemeldung des Evangelischen Dekanat Vogelsberg - Öffentlichkeitsarbeit -
04. April 2011
|
|
|
|
|
|
|